Zeitschrift Pro Mente Sana aktuell
Das Stigma psychischer Krankheit überwinden
"Scheininvalide", "Irre", "Verrückte": Psychisch kranke Menschen werden auf vielfache Weise abgewertet. Wie funktioniert das Stigma und was kann man dagegen tun?
Psychische Erkrankungen werden in unserer Gesellschaft anders gewertet als ein Bandscheibenvorfall. Dies bekommen Betroffene zu spüren, wenn sie von ihrer Krankheit erzählen. Statt mit Interesse und Mitgefühl, reagieren die Gesprächspartner oft mit betretenem Schweigen. Deshalb ziehen sich psychisch kranke Menschen häufig zurück. Sie haben es schwerer, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, wenn sie offen über ihre Psychiatrie-Erfahrung reden.
Die Psychiatrie hat die Folgen des Stigmas für Betroffene und ihre Angehörigen lange Zeit kaum wahrgenommen. Stigma und Diskriminierung können jedoch regelrecht zu einer „zweiten Krankheit" werden. Psychisch Kranke und Behinderte werden von Menschen in ihrem Umfeld, aber auch von den Behandlern abgewertet. Um dem entgegen zu wirken, wurden in den letzten Jahren auch von Pro Mente Sana zahlreiche Projekte lanciert.
Weitere Themen: Betroffene und Angehörige berichten über ihre Stigma-Erfahrung. Was trägt die Psychiatrie selber zum Stigma bei? Was sagt die Forschung? Welche Projekte gibt es? Was können Betroffene selber tun?
"Das Stigma psychischer Krankheit überwinden" ist im Dezember 2006 bei Pro Mente Sana erschienen.
Redaktion: Andreas Knuf
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