PMS 11/2: Das neue Erwachsenenschutzrecht

 
  • PMS 11/2: Das neue Erwachsenenschutzrecht

Im Erwachsenenschutz geht es darum, hilfsbedürftige Personen zu schützen, wenn private Hilfe oder die freiwillige Sozialarbeit nicht ausreichen. Diese Massnahmen können unter Umständen auch gegen den Willen der betroffenen Person angeordnet werden. Im Zentrum steht aber immer der Schutz der betroffenen Personen.

f-4031
12.00 CHF (inkl. MWSt.)

Das heutige Vormundschaftsrecht stammt aus dem Jahr 1912 und wird per 1. Januar 2013 vom neuen Erwachsenenschutzrecht abgelöst. Die gesellschaftlichen Wertvorstellungen haben sich geändert: Das Selbstbestimmungsrecht wird heute viel höher gewichtet als noch vor 100 Jahren und hoheitliches Handeln wird weit weniger akzeptiert als früher. Zudem enthält das alte Recht viele stigmatisierende Begriffe, welche längst nicht mehr dem neusten Stand der Wissenschaft entsprechen. Es war also höchste Zeit, die Kluft zwischen dem veralteten Recht und der gesellschaftlichen Wirklichkeit zu schliessen.


Im Erwachsenenschutz geht es darum, hilfsbedürftige Personen zu schützen, wenn private Hilfe oder die freiwillige Sozialarbeit nicht ausreichen. Diese Massnahmen können unter Umständen auch gegen den Willen der betroffenen Person angeordnet werden. Im Zentrum steht aber immer der Schutz der betroffenen Personen.

In der vorliegenden Ausgabe von Pro Mente Sana aktuell nehmen Fachleute verschiedener Disziplinen Stellung zu den Änderungen, welche das neue Recht mit sich bringt.  Betroffene und Angehörige äussern ihre Bedenken gegenüber den neuen Bestimmungen. Diese betreffen nicht zuletzt die ambulanten (Zwangs-)massnahmen, für welche die Kantone zuständig sein werden. Pro Mente Sana teilt diese Befürchtungen und hat sich deshalb in einem Schreiben an einzelne Kantone und interessierte Kreise gewandt, um auf ihre Forderungen im Zusammenhang mit der Umsetzung des neuen Rechts aufmerksam zu machen. Den Link zu diesem Schreiben finden Sie auf unserer Serviceseite (S. 29), nebst weiteren Informationen zum neuen Gesetz sowie zu den einzelnen Gesetzesbestimmungen. Da sich verschiedene Beiträge im vorliegenden Heft detailliert auf das neue Recht beziehen, lohnt es sich, den Gesetzestext herunterzuladen und die einzelnen Artikel jeweils parallel zum entsprechenden Beitrag nachzulesen.

Wie immer äussern unsere Autorinnen und Autoren frei ihre Meinung, welche sich mit derjenigen von Pro Mente Sana nicht immer deckt. Dies gilt umso mehr, als es um neues Recht geht, welches sich in der Praxis erst noch etablieren muss und zu welchem noch keine Gerichtsurteile vorliegen. Die erfolgreiche Umsetzung liegt in den Händen der zuständigen Fachpersonen. Wichtig ist eine gute Koordination zwischen den Beteiligten und der gemeinsame Wille, die Würde und Selbstbestimmung der Betroffenen zu achten, und wenn immer möglich zu berücksichtigen.

Das Heft "Das neue Erwachsenenschutzrecht" ist im Juni 2011 bei Pro Mente Sana erschienen.

Fachredaktion: Simone Münger

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