PMS 09/1: Fürsorgerische Freiheitsentziehung

 
  • PMS 09/1: Fürsorgerische Freiheitsentziehung

Fürsorgerische Freiheitsentziehung (FFE) heisst, jemanden gegen seinen Willen in eine Institution einzuweisen. Unterschiedliche Realitäten und Aspekte werden thematisiert.

f-4022
12.00 CHF (inkl. MWSt.)

Fürsorgerische Freiheitsentziehung (FFE) heisst, jemanden gegen seinen Willen in eine Institution einzuweisen. Nicht in ein Gefängnis, da er oder sie ja nichts verbrochen hat, sondern in eine psychi-atrische Klinik und zwar aufgrund der Einschätzung, dass der betroffenen Person die nötige Fürsorge auf keine andere Art erwiesen werden kann.

FFE heisst also auch: Betroffene, die in ihrem Selbstvertrauen angegriffen werden, weil ihnen mit der FFE gezeigt wird: was du da machst und willst und bist, ist falsch. Und FFE heisst: Angehörige, die die Betroffenen bis an den Rand ihrer Kräfte ausgehalten haben und nun verzweifelt die Verantwortung abgeben müssen. Fürsorge, Gewalt, Verzweiflung - das sind sehr unterschiedliche Realitäten und Aspekte bei einer FFE, die im der vorliegenden Ausgabe von Pro Mente Sana aktuell zur Sprache kommen sollen. Bei einer FFE gibt es noch weitere Beteiligte, die mit ihren Beiträgen in dieser Ausgabe eine Stimme finden, darunter Ärztinnen und Ärzte, aber auch die Polizei.

FFE ist nicht nur eine Angelegenheit des betreuerischen Schutzes von Betroffenen, die sich selber zu stark gefährden - allenfalls indem sie Andere gefährden. FFE ist auch eine rechtliche Angelegenheit. Rechtliche Vorschriften wollen garantieren, dass eine FFE nur dann ausgesprochen wird, wenn es wirklich nötig ist und dass dies unter Wahrung des rechtlichen Gehörs geschieht. Da es uns ein Anliegen ist, Betroffene und Angehörige in einer möglichst einfachen Sprache über ihre rechtlichen Möglichkeiten rund um die FFE zu informieren, haben wir die nötigen Informationen auf vier Seiten als Merkblatt zum Heraustrennen gestaltet. In wenigen Jahren werden neue Rechtsvorschriften die FFE regeln - ein Beitrag in diesem Heft verschafft einen Überblick über die Änderungen.

"Fürsorgerische Freiheitsentziehung" ist im März 2009 bei Pro Mente Sana erschienen.
Redaktion: Christoph Lüthy

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