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Die Charity Partnerschaft zwischen Swiss Re Foundation und Stiftung Pro Mente Sana wird verlängert

Das gab es noch nie: Die Swiss Re hat entschieden, ihre Partnerschaft mit der Stiftung Pro Mente Sana als «Charity of the Year» um ein Jahr zu verlängern. Am Swiss Re Fundraiser Event in Zürich wurden in einer Aktion unter den Mitarbeitenden von Swiss Re weitere Fr. 19 000.- gesammelt.

Letztes Jahr wurde die Stiftung Pro Mente Sana mit dem Treffpunkt Nordliecht von den Mitarbeitenden der Swiss Re zur «Charity of the Year» gewählt. Nun wurde Bilanz über das Erreichte gezogen.

Für Stefan Huber, Director Swiss Re Foundation, gab es einige Highlights, die in der Kooperation im laufenden Jahr umgesetzt wurden. Speziell erwähnte er den Perspektivenwechsel, der einige Mitarbeitende der Swiss Re für einen Tag in den Treffpunkt Nordliecht führte. Im Treffpunkt Nordliecht, einem betreuten Begegnungsort für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, fanden berührende Begegnungen statt. Für Volker Harthun, Division Operating Officer bei Swiss Re, der als Angehöriger mit dem Thema Psychische Krankheiten vertraut ist, war es eine nachhaltige Erfahrung zu erkennen, «wie schädlich es ist, dass immer noch ein grosses Tabu auf dem Thema liegt und welche negativen Auswirkungen dies für Betroffene hat». Vor seinem Einsatz im Treffpunkt Nordliecht, wo er sich u.a. als Küchenhilfe engagierte, war er etwas unsicher. Danach aber überzeugt, dass dieser Einsatz wertvoll war und solche Begegnungen für alle Beteiligten erlebenswert sind.

 

Roger Staub, Geschäftsleiter Stiftung Pro Mente Sana, bestätigt: «Wir sind alles Analphabeten im Umgang mit dem Thema Psychische Krankheit im Alltag. Obwohl fast 50% der Menschen im Verlauf ihres Lebens davon betroffen sind, fühlen wir uns hilflos.» Dem will die Stiftung Pro Mente Sana entgegenwirken. Mit der Kampagne «Wie geht‘s dir?», die im Auftrag der Gesundheitsförderung Schweiz gemeinsam mit Deutschschweizer Kantonen entwickelt wurde, und dem Projekt «ensa», einem Erste-Hilfe-Kurs für psychische Gesundheit, liegen wirkungsvolle Instrumente vor.

Stefan Huber überraschte im Rahmen des Fundraiser Events die Anwesenden mit der Botschaft, dass sich Swiss Re Foundation erstmals dafür entschieden habe, die Charity-Partnerschaft um ein weiteres Jahr zu verlängern. Er meinte: «Wir haben im Verlauf des Jahres gemerkt, wie wichtig das Thema für uns, Swiss Re und unsere Mitarbeitenden ist. An einem Informationstag mit Dr. Thomas Ihde, Stiftungspräsident der Stiftung Pro Mente Sana, wurden wir intensiv ins Thema eingeführt und geschult. Darauf wollen wir aufbauen.» So wird Swiss Re die Schulung von ensa-Kursen für ihre Mitarbeitenden ab 2020 einführen. «Bis Ende Jahr sollen 100 Absolvent*innen diesen Kurs abgeschlossen haben.»

Für Roger Staub ist dies bemerkenswert und sehr erfreulich: «Wir sind der Swiss Re sehr dankbar, dass sie uns in dieser Partnerschaft finanziell unterstützen. Denn wir können jeden Franken dringend gebrauchen, um unsere Arbeit für betroffene Menschen weiterzuführen. Aber dass die Swiss Re sich dem Thema auch offen stellt und bereit ist ihre Mitarbeitenden zu ermutigen, sich aktiv zum Thema weiterzubilden, ist ein starkes Signal an die Wirtschaft. Vor diesem Mut habe ich grossen Respekt und wünsche mir, dass er viele Nachahmer findet.»