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Im Brennpunkt: Kinder psychisch kranker Eltern

Über 470 Personen nahmen an der Tagung "Kinder psychisch kranker Eltern - wer kümmert sich um sie?" teil, welche in Biel stattfand. Nun widmete auch Radio SRF 1 in seiner Sendung "Treffpunkt" eine ganze Stunde dem Thema (siehe untenstehenden Link zur Mediathek SRF). Als Gäste waren mit dabei: Dr. med. Kurt Albermann, Chefarzt Sozialpädiatrisches Zentrum, Kantonsspital Winterthur, Leiter iks (Institut Kinderseele Schweiz) und Mitglied der Stiftungsversammlung Pro Mente Sana sowie Claudia (Mutter) und Christina (Tochter) Trentini, die aus Sicht Betroffene und Angehörige über ihre Erfahrungen erzählten.

Kinder mit einem psychisch oder suchterkrankten Elternteil sind oft beträchtlichen Belastungen ausgesetzt. Ihre Eltern können phasenweise durch Krankheitssymptome und zusätzlich auftretenden Problemlagen wie Armut, Arbeitslosigkeit oder soziale Isolation, in ihrer Beziehungs- und Erziehungsfähigkeit eingeschränkt sein. Die Kinder galten lange Zeit als "vergessene" Angehörige. Erst in den letzten Jahren ist in der Schweiz eine Auswahl spezifischer Angebote unterschiedlicher Grösse und inhaltlicher Ausrichtung entstanden, die bislang aber noch wenig vernetzt sind.

 

Die Pro Mente Sana hat das Thema vor zwei Jahren gemeinsam mit der ipw Winterthur (aktuell iks) aufgegriffen und mit einer ersten Tagung auf die gesellschaftliche Agenda gesetzt. Nun wurde mit einer Folgeveranstaltung, diesmal zweisprachig und national ausgerichtet, das Thema vertieft und noch besser vernetzt. Dafür konnten mit der Stiftung Kinderschutz Schweiz und Sucht Schweiz zwei neue Partner gewonnen werden. Fachliche Unterstützung kam zudem vom Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz und der Fachhochschule Nordwestschweiz.

 

Ein Ziel der Veranstaltung war es, über die unterschiedlichen Praxisangebote in der Schweiz zu informieren und sich besser zu vernetzen. Zudem sollten Lücken im Angebot festgestellt werden, um diese in den nächsten Jahren zu schliessen.