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Männer leiden stiller

Rapper Stress (42) gehört seit 15 Jahren zu den bekanntesten Musikern der Schweiz. Dennoch zweifelt er immer wieder an sich, es plagen ihn Existenzängste. Seine Depressionen übermannten ihn. Vor kurzem trat er damit an die Öffentlichkeit – und erntet viel Lob.

Rapper Stress (42) hat kürzlich publik gemacht, dass er eine Psychotherapie mache, weil er an Depressionen leide. Der Druck in der heutigen Gesellschaft, immer Höchstleistungen erbringen zu müssen, sei immens, sagt Stress. «Unsicherheiten zu zeigen, wird immer noch schlecht goutiert.» Hier müsse endlich ein Umdenken stattfinden. Depressionen zu haben, sei eine Krankheit, die alle angehe, ergänzt er. «So viele Menschen sind davon betroffen, ob direkt oder indirekt. Und dennoch werden Depressive oftmals stigmatisiert.» Deshalb sei es ihm auch so wichtig, auf diese Krankheit hinzuweisen.
«Männer leiden stiller», sagt Stress. Nur die wenigsten holen sich professionelle Hilfe.» Dabei hätten Männer doch dieselben Ängste und Bedürfnisse wie Frauen. Sein Appell: «Jungs, redet über eure Probleme, steht zu euren Ängsten, verschliesst euch nicht vor euren Liebsten!» Nur so könnten Vorurteile gegenüber Depressiven abgebaut werden. Und nur so könne der Heilungsprozess beginnen.

 

Sendung Der Club
Über seine Erfahrungen spricht Stress in der SRF-Sendung «Club» (Dienstag, 26. November, 22.25 Uhr, SRF 1).
In der Sendung wird ebenfalls Bruno Facci – Präsident der VASK teilnehmen.