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Regionaler Patientenkongress am 29. Oktober in Münchenbuchsee

Marcel Wisler, Mitveranstalter des Patientenkongresses und Co-Leiter der Abteilung Gesundheitsförderung und Kommunikation bei der Pro Mente Sana, hat uns ein paar Fragen zu dem Anlass beantwortet.

Wie kam es zur Idee des Patientenkongresses?
Im 2018 haben wir gemeinsam mit dem Netzwerk Psychische Gesundheit und  der Berner Fachhochschule den 1. Nationalen Patientenkongress mit über 350 Teilnehmenden durchgeführt. Es war ein grosser Erfolg und wir hatten sehr viele positive Rückmeldungen. In der Evaluation wurde gewünscht, dass es weiter solche Veranstaltungen geben soll. Wir haben dann entschieden, dass wir aus Ressourcengründen etwas „kleiner“ planen müssen und  kamen auf die Idee, die Patientenkongresse in Zukunft mit regionalen Partnern als 1-tägige Veranstaltungen durchzuführen. Die Klinik Wyss und der Verein“ xunds grauholz“ waren interessiert mit uns einen Kongress zu realisieren. Gemeinsam haben wir das vorliegende Programm ausgearbeitet.
 
Was genau ist das Ziel des Kongresses?
Wir wollen Menschen trialogisch (Betroffene, Angehörige und Fachpersonen) auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch bringen. Nach einem längeren Brainstorming mit vielen Ideen, haben wir uns auf das Thema Depression und Sport geeinigt, weil wir hier viele Synergien zu laufenden Projekten in unseren Organisationen herstellen können. So gelingt es uns nachhaltige Impulse zu setzen.
 
Wie wurden die Themen und Programmpunkte festgelegt?
Es war uns wichtig, dass wir die Inhalte gleichwertig auf die Interessen der Partnerorganisationen abstimmen. Denn gerade der Mix mit den Stärken der jeweiligen Organisationen, ihren Handlungsfeldern, ist das grosse Plus einer solchen Kooperation. Und es ist uns gelungen, diesbezüglich sehr rasch und effizient Konsens zu erreichen. Für uns als Pro Mente Sana war es wichtig, dass wir das Thema Sport und Jugend, welches wir in unserer Partnerschaft mit ensa und dem BSC Young Boys im Herbst thematisieren, einbringen konnten. Und mit Noémie Walser als Expertin aus eigener Erfahrung, stellen wir eine Key-Note Referentin, die über ihre Erfahrungen als ehemalige Sportlerin und ihre psychischen Belastungen authentisch erzählen kann.
 
Was wünscht du dir, sollen die Teilnehmer*innen mitnehmen?
Für mich ist ein Kongress immer dann gelungen, wenn ich 2-3 Impulse mitnehmen kann, die über den Tag hinaus wirken. Auch die Begegnung mit anderen Teilnehmenden ist eine Bereicherung, das stärkt das eigene Netzwerk. Und klar freue ich mich sehr darüber, wenn unsere ensa-Kurse mit den neuen Modulen noch breiter bekannt werden.
Speziell ist für mich die Zusammenarbeit mit der Klinik Wyss. Die Pro Mente Sana wurde ja vor 42 Jahren dort initiiert. Wenn also wieder ein ähnlicher Pioniergeist geweckt wird wie damals, bin ich gespannt zu beobachten, was daraus noch werden kann!
 
Und was könnte das sein?
Wir haben in den Räumlichkeiten der Klinik schon zweimal ensa Kurse durchgeführt. Das sollte weitergeführt werden. Und wenn sich die Klinik Wyss darauf einlassen würde, auch Peers in ihrer Institution einzustellen, wäre das ein Highlight. Für alles andere bin ich offen!

 

Hier finden Sie alle weiteren Informationen zum Patientenkongress.