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Peer-Arbeit

Die Recovery-Bewegung war und ist der Ausgangspunkt für die Peer-Arbeit im psychiatrischen Feld. Grundlage ist die Idee, das Erfahrungswissen von Menschen, die eigene Recovery-Wege gegangen sind, für andere nutzbar zu machen. Eine Voraussetzung dafür ist eine Qualifizierung für diese Tätigkeit, u.a. durch die gemeinsame Reflexion von Erfahrungen wie auch durch den Erwerb methodischer und rechtlicher Grundkenntnisse in einer Peer-Weiterbildung.

 

Peers können in verschiedenen Rollen ihre Erfahrungsexpertise einbringen. Zum Beispiel als MitarbeiterInnen in psychosozialen und psychiatrischen Diensten, als DozentInnen, als BetroffenenvertreterInnen in Arbeitsgruppen, in der Antistigmaarbeit bis hin zur Organisationsentwicklung.

 

Peer-Arbeit zeigt auf, dass es gesundheitsförderlich ist, sich mit der Erfahrung auseinanderzusetzen und ermutigt dazu. Sie zeigt Wege auf, wie es gelingen kann, wieder Vertrauen in die eigene Lebendigkeit zu gewinnen.

 

Peer-Qualifikation

Pro Mente Sana hat von 2007 bis 2009 erstmals in der Schweiz Peers qualifiziert. Im Rahmen eines EU-Projektes ist von 2005 bis 2007 ein Weiterbildungscurriculum unter dem Namen "Experienced Involvement", kurz "Ex-In", zur Qualifizierung von Peers, auch Ex-In-ler oder GenesungsbegleiterInnen genannt, entwickelt worden. Dieses Curriculum bildete die Grundlage des 2010 erstmals an der Berner Fachhochschule unter Kooperation mit dem Verein EX-IN Bern und der Pro Mente Sana durchgeführten EX-IN Studienganges.

 

Aktuell bieten der Verein EX-IN Bern und die Pro Mente Sana auf der Grundlage des Curriculums Weiterbildungen an verschiedenen Standorten an.